Das Pfarrhaus Wusterhusen

Im Jahr 2003 hatten sich die ehemals selbständigen Kirchengemeinden Lubmin und Wusterhusen auf den Weg gemacht, um wieder eine Gemeinde zu werden. Historisch gesehen gab es die Selbständigkeit nur eine relativ kurze Zeit. Wusterhusen war die Mutterkirche für diese Region, hier war das Pfarramt, bis 1957 in Lubmin eine eigene Gemeinde mit dem Kirchbau gegründet wurde. So ist die Entscheidung, das Pfarramt wieder in Wusterhusen zu etablieren und das alte Pfarrhaus zu sanieren, historisch und strukturell angemessen gewesen.

Nicht zuletzt die Biografie des über die regionalen Grenzen hinaus bekannten Pastors Karl-Gottlieb Lappe verhalfen dem Pfarrhaus zu neuem Ansehen. Zusammen mit dem Wunsch, die alte Bausubstanz wieder aufzuwerten und auch die Historie des Pfarrgartens zu erhellen, sollte auch das Lapp’sche Erbe am Leben gehalten werden.

Dies geschah mit Hilfe einer LEADER-Förderung in einer Höhe von 75.000 Euro in den Jahren 2010 – 2013. Im April 2014 wurde zusammen mit dem Lappe-Zentrum die Wiedereinweihung gefeiert. Seither arbeiten Pastorin und Verein Hand in hand zusammen und haben schon viele Entwicklungen, Gestaltungen und Ereignisse zusammen auf den Weg gebracht.

Ein großes Gemälde des Malers Dirk Wächter empfängt den Besucher gleich im Foyer des Pfarrhauses. Hier befindet sich seit einigen Jahren eine Dauerausstellung mit Nachdrucken gesammelter Werke Lappes, mit einer topografischen Karte zu seinem literarischen Wirken und den Lebensstationen. 
Ein Sammelordner zeigt Bilder von Wusterhusener Grundschüler*innen, die zu Lappes Naturgedichten gestaltet wurden und auch selbst geschriebene Texte, die im Rahmen von Schreibwerkstätten im Pfarrhaus entstanden sind.